Die gynäkologische Abteilung im Marienhofs führt jährlich ca. 1500 Operationen durch. Neben den klassischen Operationen der weiblichen Genitalien und der Brust wird auch die minimalinvasive Chirurgie, die auch Schlüsselloch-Chirurgie bezeichnet wird, angeboten. Hiermit können mittels kleinster Schnitte selbst große operative Eingriffe an den Eierstöcken, Eileitern und bei Verwachsungen durchgeführt werden. Viele dieser Eingriffe können auch ambulant ausgeführt werden.
Tumorerkrankungen werden operativ und mit den modernen Mitteln der Chemotherapie behandelt. In der Brustchirurgie liegt der Schwerpunkt auf brusterhaltenden Operationsverfahren. Zur Entfernung des Wächterlymphomknotens wird ein neues Verfahren angeboten. Die onkologische Nachsorge von Tumorpatientinnen ist nach Überweisung durch einen niedergelassenen Gynäkologen im Marienhof möglich. Das Katholische Klinikum ist Mitglied des Brustzentrum Mittelrhein.
Für die Diagnostik der Harninkontinenz steht ein hochmoderner urodynamischer Messplatz zur Verfügung. Mit diesem Messapparat wird untersucht, wie die Druckverhältnisse in der Blase und Harnröhre aussehen. Je nach Ergebnis wird entschieden, ob eine physiotherapeutische Behandlung eingeleitet wird oder ob eine Operation notwendig ist. Ist ein Eingriff unumgänglich, wenden wir das neuentwickelte TVT-Verfahren an. Bei dieser Methode, die unter örtlicher Narkose durchgeführt werden kann, wird durch die Scheide ein Kunststoffband eingeführt, das die Harnröhre unterstützt. Diese kann sich in Stresssituationen (Husten, Niesen, Sport) nicht mehr senken und es tritt kein ungewollter Urinverlust mehr auf.
Moderne diagnostische Verfahren (diagnostische Laparoskopie, Ultraschall-Diagnostik mit Schwarz-Weiß-und Farbdoppler, Sterilitätsdiagnostik) werden ebenso angeboten wie die Krebsvorsorge.
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Die Fachabteilung Gynäkologie des Katholischen Klinikums Koblenz ist zertifizierter Teil des Brustzentrum Mittelrhein.