Mit diesem Leitsatz wollen wir unsere Patienten als aktive Partner im Ablauf der stationären und ambulanten Behandlung bei Problemen mit dem Herz-Kreislaufsystem gewinnen. Die Abteilung Innere Medizin/Kardiologie ist im Marienhof mit 118 Betten angesiedelt. Sie bietet Ihnen das komplette Spektrum moderner Techniken kardiologischer Diagnostik und Therapie.
Bei Verdacht auf koronare Herzkrankheit, also Verengungen der Herzkranzgefäße, kann das Verfahren der Koronarangiografie angewendet werden. Dabei wird ein Katheter, ein dünner, biegsamer Schlauch, durch eine Arterie bis an die Herzkranzgefäße geführt. Nach Applikation eines Kontrastmittels durch den Katheter werden mit einer speziellen Röntgenkamera Bilder der Kranzgefäße aufgenommen, auf denen man Verengungen lokalisieren kann. Solche Gefäßengpässe lassen sich mit einem Ballonkatheter unter Druck aufweiten. Falls erforderlich kann man bei diesem Eingriff ein kleines Drahtgeflecht, einen Stent, in das Gefäß legen, das den Engpass offen hält.
Ein anderer Schwerpunkt der kardiologischen Abteilung ist die Diagnose und Therapie von Herzrhythmusstörungen. Die Ursachen für zu schnellen oder zu langsamen Herzschlag, für zusätzliche oder fehlende Herzschläge sind vielfältig – manche angeboren, andere erworben. Bei der Diagnosefindung werden neben verschiedenen Varianten des EKG (Ruhe-EKG, Belastungs-EKG, Langzeit-EKG) auch echokardiografische Verfahren angewendet. Dabei werden mittels Ultraschall die Innenräume des Herzens sichtbar gemacht und beobachtet, ob alle Herzstrukturen korrekt arbeiten. Mit der modernen Doppler-Echokardiografie kann man sogar den Blutfluss hör- und sichtbar machen. Bei der einfachsten Art der Echokardiografie wird die Untersuchung über den Brustkorb, also völlig belastungsfrei von außen, durchgeführt. Die transoesophageale Echokardiografie ermöglicht einen noch deutlicheren Einblick ins Herz, da hierbei eine Sonde mit dem Messkopf über die Speiseröhre in die direkte Nähe des Herzens geführt wird.
Wenn sich mit den bisher beschriebenen Methoden die Art der Herzrhythmusstörung nicht abklären lässt, kann die elektrophysiologische Herzkatheteruntersuchung weiterhelfen. Wie bei der Angiografie werden spezielle Katheter über eine große Vene bis ins Herzinnere geschoben; diese sog. Elektrodenkatheter bestehen aus Drähten mit Kunststoff-Ummantelung und Metallkontakten an den Spitzen. Sie werden an unterschiedlichen Stellen im Herzen positioniert und erfassen dort die elektrischen Ströme. Dadurch kann der Arzt Ursprung und Art der Rhythmusstörung ausfindig machen. Sogar die Heilung angeborener Formen von Herzrasen, dessen Ursache zusätzliche Leitungsbahnen im Herzen sind, ist seit Anfang der 90er Jahre möglich. Hat man diese krankhaften Strukturen gefunden, kann man sie mit hochfrequentem Strom, der über die Katheterspitze abgegeben wird, veröden. Diese Art der Behandlung wird Katheterablation genannt.
Bei manchen Formen der Rhythmusstörung hilft ein Herzschrittmacher, der das Herz steuert, wenn dessen eigener Taktgeber gestört ist. Nach der Einsetzen des Schrittmachers wird in der Herzschrittmacher-Ambulanz die Funktionsfähigkeit in regelmäßigen Abständen geprüft.
Manchen Patienten mit einer speziellen Form des Herzrasens helfen auch Medikamente nicht. Ihnen kann ein automatischer Defibrillator, kurz ICD genannt, implantiert werden. Dieses Gerät erkennt einen Anfall von lebensbedrohlichem Herzrasen und kann dieses durch einen elektrischen Impuls beenden. In der AICD-Ambulanz wird die Funktionalität der Geräte in dreimonatigem Abstand geprüft.
Neben den hier beschriebenen Erkrankungen können in der kardiologischen Abteilung alle weiteren Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems diagnostiziert und behandelt werden.
| Sekretariat | Elke Perini Tel.: +49 (0)261 496-3131 Fax: +49 (0)261 496-3133 |
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Ambulante Sprechstunde |
nach Terminabsprache: Mo. u. Do. 12.00 – 14.00 Uhr |
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Schrittmacher-Ambulanz |
nach Terminabsprache: Mi. u. Fr. 08.00 – 11.00 Uhr |
| AICD-Ambulanz |
nach Terminabsprache: Do. 08.00 – 11.00 Uhr |
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Ambulante Herzkatheter- diagnostik |
werktäglich nach Terminabsprache |
| Ambulante Echokardiografie | werktäglich nach Terminabsprache |
| Chefarzt | Prof. Dr. med. Matthias Manz, Facharzt für Innere Medizin/Kardiologie |
| Oberärzte |
Ltd. OA Dr. med. Dietmar Burkhardt, FA für Innere Medizin/Kardiologe Davud Fatehpour, FA für Innere Medizin Dr. med. Markus Reinartz, FA für Herzchirurgie Gerd Steiner, FA für Innere Medizin/Kardiologie |

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